Prinzipien

Im Folgenden sollen diejenigen Prinzipien kurz erläutert werden, die für unsere Gemeinschaft grundlegend sind.
 

Das Lebensbundprinzip
Das Lebensbundprinzip ist die tragende Säule des Verbindungswesens. Es beschreibt das Zusammenspiel von jungen, aktiven studentischen Mitgliedern und den Alten Herren, die ihr Studium beendet haben und einen honorigen Lebensstand erreicht haben. So pflegen die jungen Aktiven die Traditionen und Bräuche der Verbindung und halten sie so stets lebendig. Die Alten Herren unterstützen den Bund und die jungen Mitglieder im Gegenzug in gesellschaftlichen, universitären und finanziellen Belangen. Darüber hinaus steht das Lebensbundprinzip für eine lebenslange aufrichtige Freundschaft unter den Bundesbrüdern. Man lernt sich in jungen Jahren als Student innerhalb des Bundes kennen und trifft sich auch als Alter Herr zu regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen auf dem Verbindungshaus wieder.
 

Das Sportprinzip
Als Turnerschaft bekennt sich die Philippina-Saxonia zum Sportprinzip. Zurückzuführen ist die Verbindung von Sport und Studium auf die Bewegung von Turnvater Jahn im 19. Jahrhundert. Durch den spielerischen Wettbewerb um die bessere Leistung, verbunden mit Ehrlichkeit und Fairness, sollen die Mitglieder verantwortungsvoll auf die Hürden des Lebens vorbereitet werden. Darüber hinaus fördert der gemeinsame Sport die Teamfähigkeit und dient als körperlicher Ausgleich zum (geistigen) Studium. Die mehrmals wöchentlich stattfindenden Sportstunden werden nach den jeweiligen Interessen der Aktiven ausgestaltet. Auch arbeiten alle Bundesbrüder gemeinschaftlich auf die Erlangung des Deutschen Sportabzeichens hin.
 

Das Studienprinzip
Als Zusammenschluss von Studenten zu einer Verbindung nimmt das Studium einen entsprechend hohen Stellenwert ein. So gehen studentische Belange stets denen des Bundes, insbesondere aber persönlicher Bequemlichkeit vor. Die Bundesbrüder sind angehalten, sich gegenseitig in ihren Studien zu fördern, aber auch zu fordern. Darüber hinaus wird jedem Bundesbruder im Laufe seiner Aktivenzeit ein breit gefächertes Wissen vermittelt, um neben dem Studium auch die Allgemeinbildung zu verbessern. Hierzu finden regelmäßig Vorträge und Seminare von kompetenten Dozenten auf dem Verbindungshaus statt.
 

Das Conventsprinzip
Auf unseren Conventen (von lat. convenire: zusammenkommen) entscheiden wir in allen den Bund betreffenden Angelegenheiten in demokratischer Abstimmung. Diese Convente werden alle zwei Wochen, oder auch bei Bedarf, abgehalten.
 

Fakultativ schlagend und farbentragend
Fakultativ schlagend bedeutet, dass jedes Mitglied unseres Bundes in der Kunst des akademischen Fechtens ausgebildet wird, die scharfe Mensur jedoch freiwillig ist. Zur Fechtausbildung finden regelmäßig sogenannte Paukstunden auf dem Verbindungshaus statt, auch ein externer Fechtmeister steht mehrmals die Woche zur Verbesserung und Beurteilung der Fähigkeiten auf dem Verbindungshaus zur Verfügung. Alternative zur Mensur ist eine sportliche Leistung in Form eines Halbmarathons.

Farbentragend besagt, dass wir unter Verbindungsstudenten und auf unserem Verbindungshaus ein Band in unseren Farben tragen. Je nach Veranstaltung und Anlass regelt eine Kleiderordnung, ob zusätzlich unsere Mütze und ein Zipfelbund zu tragen sind.

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